Auf Mission fürs Rote Kreuz
Weder positiv noch negativ sei die Beziehung zur Stadt gewesen, damals vor drei Jahren, als sie nach Genf kam, resümiert die Rorschacherin Sandra Jaberg. Es waren die Lebensumstände, es war der kurze, einmonatige Aufenthalt, die keine tieferen Faszinationen zuliessen. Sandra Jaberg ging nach Peking und betreute für eine Genfer Firma Chinesen auf dem Weg in die Schweiz. Sie lernte die Sprache Mandarin, Land und Leute kennen, kam in die Schweiz zurück und wurde Pressebetreuerin beim Tourismusbüro des Kantons Genf.
Mit Freunden am Grill
Heute hat die 27-Jährige Wurzeln geschlagen, die Stadt schätzen gelernt, viele Freunde gefunden und erzählt gerne, wie es so weit kam. Sie war auf Wohnungssuche. In Genf bedeutet das, 60 Wohnungen anzuschauen und unter Umständen der 150. Besucher zu sein. Aber: Man lernt viele Leute kennen. So wurde Sandra Jaberg bald zum ersten Grillfest eingeladen und schliesslich war sie - mittlerweile mit eigener Wohnung - Teil eines Genfer Zirkels.
Kleinste Weltstadt
Was schätzt sie an Genf? Sandra Jaberg muss nicht lange überlegen: «Die Vielfalt, die Offenheit, den Schmelztiegel der Kulturen.» Genf sei die kleinste Weltstadt der Weltstädte. Der hohe Ausländeranteil erinnert sie an ihre Heimatstadt Rorschach. Die Integration von Ausländern ist in Genf Teil der Stadtgeschichte. Das Bankwesen und die Uhrmacherkunst sind daraus entstanden. Es ist die Vielfalt auf kleinstem Raum, die Sandra Jaberg fasziniert. Alles ist zu Fuss oder per Velo erreichbar und innerhalb kürzester Zeit ist man auf dem Land, in den Rebbergen, im Gebirge. Seit Langem wünschte sie sich, einmal für eine karitative Organisation tätig zu sein. «Man kommt von alleine in die humanitäre Stimmung hinein. Das gehört zum Esprit de Genève», beschreibt Sandra Jaberg dieses Lebensgefühl. Ihr Freund arbeitet für die UNO im Kongo, eine Freundin beim IKRK. Sandra Jaberg entschied, dass das auch etwas für sie sein müsse. Behielt sie in spannungsgeladenen Situationen doch immer eine neutrale Position und versuchte sich als Mediatorin. Sandra Jaberg begann sich als Administratorin zu bewerben: Bei der Organisation Médecins sans Frontières und beim Internationalen Roten Kreuz.
In ein Krisengebiet
Jetzt steht Sandra Jaberg kurz vor der sechswöchigen Ausbildung beim IKRK. Erst nach zwei Wochen Grundausbildung erfährt sie, in welche Mission man sie einteilt. Dann reist sie in eines der vielen Krisengebiete irgendwo auf dem Planeten Erde. Nervosität ist bei der Rorschacherin keine zu spüren, vielmehr grosse Neugierde und Freude auf das Bevorstehende. Ihre Ziele sind jene des IKRK: Die Leidenden in Konflikten zu unterstützen. Das sind die Zivilbevölkerung und die Kriegsgefangenen. Nach einem Jahr wird sie weiterschauen. Sicher ist, dass sie in Genf bleiben möchte. Oder, wie Sandra Jaberg selbst sagt: «In Genf kann ich es mir vorstellen, mein Leben zu verbringen.»
OT-Korrespondent Philippe Reichen berichtet während seines Aufenthalts in Genf über das vielfältige und bewegte Leben am anderen Ende der Schweiz
http://www.tagblatt.ch/index.jsp?ressort=archivsuche&artikel_id=1071293&liste=1071293
Mit Freunden am Grill
Heute hat die 27-Jährige Wurzeln geschlagen, die Stadt schätzen gelernt, viele Freunde gefunden und erzählt gerne, wie es so weit kam. Sie war auf Wohnungssuche. In Genf bedeutet das, 60 Wohnungen anzuschauen und unter Umständen der 150. Besucher zu sein. Aber: Man lernt viele Leute kennen. So wurde Sandra Jaberg bald zum ersten Grillfest eingeladen und schliesslich war sie - mittlerweile mit eigener Wohnung - Teil eines Genfer Zirkels.
Kleinste Weltstadt
Was schätzt sie an Genf? Sandra Jaberg muss nicht lange überlegen: «Die Vielfalt, die Offenheit, den Schmelztiegel der Kulturen.» Genf sei die kleinste Weltstadt der Weltstädte. Der hohe Ausländeranteil erinnert sie an ihre Heimatstadt Rorschach. Die Integration von Ausländern ist in Genf Teil der Stadtgeschichte. Das Bankwesen und die Uhrmacherkunst sind daraus entstanden. Es ist die Vielfalt auf kleinstem Raum, die Sandra Jaberg fasziniert. Alles ist zu Fuss oder per Velo erreichbar und innerhalb kürzester Zeit ist man auf dem Land, in den Rebbergen, im Gebirge. Seit Langem wünschte sie sich, einmal für eine karitative Organisation tätig zu sein. «Man kommt von alleine in die humanitäre Stimmung hinein. Das gehört zum Esprit de Genève», beschreibt Sandra Jaberg dieses Lebensgefühl. Ihr Freund arbeitet für die UNO im Kongo, eine Freundin beim IKRK. Sandra Jaberg entschied, dass das auch etwas für sie sein müsse. Behielt sie in spannungsgeladenen Situationen doch immer eine neutrale Position und versuchte sich als Mediatorin. Sandra Jaberg begann sich als Administratorin zu bewerben: Bei der Organisation Médecins sans Frontières und beim Internationalen Roten Kreuz.
In ein Krisengebiet
Jetzt steht Sandra Jaberg kurz vor der sechswöchigen Ausbildung beim IKRK. Erst nach zwei Wochen Grundausbildung erfährt sie, in welche Mission man sie einteilt. Dann reist sie in eines der vielen Krisengebiete irgendwo auf dem Planeten Erde. Nervosität ist bei der Rorschacherin keine zu spüren, vielmehr grosse Neugierde und Freude auf das Bevorstehende. Ihre Ziele sind jene des IKRK: Die Leidenden in Konflikten zu unterstützen. Das sind die Zivilbevölkerung und die Kriegsgefangenen. Nach einem Jahr wird sie weiterschauen. Sicher ist, dass sie in Genf bleiben möchte. Oder, wie Sandra Jaberg selbst sagt: «In Genf kann ich es mir vorstellen, mein Leben zu verbringen.»
OT-Korrespondent Philippe Reichen berichtet während seines Aufenthalts in Genf über das vielfältige und bewegte Leben am anderen Ende der Schweiz
http://www.tagblatt.ch/index.jsp?ressort=archivsuche&artikel_id=1071293&liste=1071293
tankwarth - 11. Aug, 18:26
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